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Fünf Tipps bei Lawinengefahr

Bei manchen Wetterlagen herrscht in den Alpen höchste Lawinengefahr. Wie Sie sich schützen können, lesen Sie hier.

Eine Lawine ist nicht "nur" Schnee. Sie besteht aus vielen Tonnen Schnee, die mit großer Geschwindigkeit in Richtung Tal rutschen und hoch komprimiert zum Liegen kommen. Das, was an der Oberfläche einladender Pulverschnee ist, kann zur betonharten, lebensgefährlichen Falle werden. 

Hier fünf Regeln, die Sie unbedingt bei Lawinengefahr einhalten sollten:

Regel 1: Nehmen Sie Warnungen ernst! 

Skitouren sind beliebt, aber Ihr Leben ist wertvoller als der schönste Tag am Berg. Daher: Hören Sie auf Lawinenwarnungen! Es gibt insgesamt fünf Warnstufen - und ab der ersten sollten Sie keinesfalls die markierten und gesicherten Pisten verlassen. Die aktuellen europaweiten Lawinenwarnungen finden Sie beispielsweise auf der Website European Avalanche Warning System

Sprechen Sie außerdem mit Einheimischen, denn die wissen immer, wo es besonders gefährlich ist. 

Regel 2: Die richtige Ausrüstung

Wer in die Berge geht, braucht Ausrüstung. Denn die kann im Fall Ihr oder das Leben Ihrer Begleiter retten. Hier einige Tipps: 

  • Alle Mitglieder Ihrer Gruppe sollten ein mit einem speziellen Lawinenverschüttetensystem LVS (sogenannter "Lawinenpiepser") ausgestattet sein. Hier bei Bergzeit finden Sie einen Vergleichstest. Sparen Sie bei diesem Gerät nicht. Tragen Sie es immer am Körper und nicht im Rucksack - den können Sie in einer Lawine leicht verlieren!

    Eine kleine Anmerkung: Die beste, teuerste Technik nützt nicht viel, wenn man sie nicht bedienen kann. Treffen Sie sich vor einer Skitour mit Ihren Begleitern und üben Sie. Vergraben Sie den Lawinenpiepser und versuchen Sie ihn zu finden. Überprüfen Sie unbedingt auch die Batterien vor der Tour.

  • Schaufel. Nehmen Sie eine handliche Schaufel aus Metall mit. 
  • Erste-Hilfe-Kasten
  • Lawinensonde
  • Optional können Sie auch in einen Lawinenrucksack mit Airbag mitnehmen. Diese Rucksäcke bieten die Möglichkeiten, bei einem Lawinenabgang die Verschüttungstiefe zu reduzieren und sich vielleicht selbst zu befreien. 

    Vergleichstests aktueller Modelle finden Sie zum Beispiel hier, hier und hier. Wofür ein solcher Rucksack gut ist, können Sie hier in einem kleinen Privatvideo sehen. 

3. Regel: Umgebung beobachten, Gefahren erkennen

Umso steiler der Berg, desto höher die Lawinengefahr. Achten Sie auf Schneeverwehungen, Risse, Spalten. Neuschnee und Wind erhöhen die Gefahr. 

4. Halten Sie Abstand!

In gefährlichem Gelände sollten Gruppenmitglieder mindestens 10 bis 15 Meter Abstand voneinander halten. So sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass die ganze Gruppe verschüttet wird. 

5. Reagieren und retten

Lawinen sind schnell. Versuchen Sie trotzdem, an den Rand der Lawine zu gelangen. Werfen Sie die Skistöcke weg (Verletzungsgefahr). Lösen Sie den Airbag aus, wenn Sie einen mitführen, und kauern Sie sich hin. Verschränken Sie die Arme vor dem Gesicht, damit sich eine Luftblase bilden kann.  

Wenn der Berg ruft ...

Begeben Sie sich nicht unnötig in eine Gefahrensituation. Vertrauen Sie örtlichen Behörden. Überschätzen Sie nicht Ihre eigene Leistungsfähigkeit. Und wenn Lawinenwarnstufe ausgerufen ist - warum nicht einen netten Tag auf markierten Pisten oder in einer Therme genießen. Denn eines ist ganz sicher: Der Berg ist auch am nächsten Tag noch da. Und oft deutlich weniger gefährlich! 

Bevor Sie in die Berge aufbrechen, sollten Sie auch eine Bergungsversicherung abschließen. Wählen Sie die Länge Ihres Urlaubes, bezahlen Sie den Einmalbetrag gleich online und genießen Sie Rundumschutz, wenn trotz aller Vorsicht doch was passiert.  

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