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Schnee am Dach – was tun?

Der Winter hat Österreich fest im Griff. Setzt das Tauwetter ein, so entsteht die Gefahr von Schäden durch Schneedruck und Dachlawinen.

Schnee auf dem Dach stellt eine oft unterschätzte Gefahr dar: Feuchter Neuschnee wiegt bis zu 20 Kilo pro Quadratmeter. Bei einer durchschnittlichen Dachfläche eines Einfamilienhauses von 120 Quadratmetern kommen so schnell über zwei Tonnen zusammen. Das entspricht dem Gewicht von zwei Kleinwagen. Hausbesitzer müssen daher unverzüglich Maßnahmen ergreifen, wenn eine Dachlawine abzugehen droht oder Schäden am Dach durch Schneelast entstehen zu drohen.

Schutz vor Dachlawinen und Schneemassen

Es reicht nicht, nur Warnschilder aufzustellen. Grundsätzlich gilt: Bei steilen Dächern mit Neigungen über 45 Grad, hohen Häusern und in schneereichen Gegenden müssen im Vorfeld mehr Schutzmaßnahmen getroffen werden. Schneeschutzsysteme wie Schneefanggitter oder –haken sowie Schneestopper sind verpflichtend, wenn Lawinen auf öffentlichen Wegen oder über Hauseingängen abgehen können. Auch der Straßenverkehr darf nicht beeinträchtigt werden.

Ist bereits Gefahr im Verzug, muss der Hausbesitzer dafür sorgen, dass der Schnee beseitigt wird. Da dies ein gefährliches Unterfangen ist, rufen Sie unbedingt Hilfe – Feuerwehr, Bundesheer, Dachdecker und Spengler wissen, wie man diese Gefahr richtig einschätzen und beseitigen kann.

Was tun bei Schäden durch Schneelast?

Schäden durch Schneedruck sind in der ERGO Haushalt- und Eigenheimversicherung ERGO fürs Wohnen natürlich mitversichert. Im Plus-Paket werden sogar die Kosten für eine Schneeräumung vom Dach durch Professionisten bei einem drohenden Schneedruckschaden in der Höhe von bis zu 1.000 Euro übernommen.

Auch an Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach kann hohe Schneelast zu Schäden führen – vom Bruch einzelner Zellen der PV-Anlage bis hin zur kompletten Zerstörung von Modul und Trägern. Schneedruckschäden an der Photovoltaik-Anlage sind ebenfalls mit der ERGO fürs Wohnen Eigenheimversicherung abgedeckt. Wollen Sie Ihre PV-Anlage auch gegen andere Gefahren schützen, so empfiehlt sich der Zusatzbaustein „Photovoltaik“, der im Basis- bzw. Plus-Paket ausgewählt werden kann.

Werden Passanten durch Dachlawinen verletzt oder Autos beschädigt, haftet in der Regel der Hauseigentümer. Es empfiehlt sich daher in jedem Fall, auf Prävention zu setzen und die Schneemassen im Vorfeld zu beseitigen, bevor ein Schaden entstehen kann. Ist trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ein Schaden durch eine Dachlawine oder Schneelast am Dach entstanden, sollten Sie ihn so genau wie möglich dokumentieren. Namen und Adressen von Zeugen sowie Fotos sind dabei äußerst hilfreich. Sowohl der Hauseigentümer als auch der oder die Geschädigte sollten so bald wie möglich bei der Versicherung eine Schadensmeldung erstatten.

Ansonsten gilt: Behalten Sie die Schneelage im Blick. Gehen Sie als Passant aufmerksam durch die Straßen und vermeiden Sie es, an gefährlich wirkenden Dachvorsprüngen vorbeizugehen!

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