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Zahnspange für Kinder: Alle wichtigen Infos

Kinderzähne sind selten von Anfang an perfekt. Oft muss mit einer Zahnspange nachgeholfen werden. Was Sie zu dem Thema wissen müssen.

Zahnspangen im Kindesalter sind in Österreich schon lange keine Seltenheit mehr: Rund ein Drittel aller Kids trägt im Laufe der Zeit eine Zahnregulierung. Die Ursachen dafür sind unterschiedlich. 

Woran erkenne ich, dass mein Kind eine Zahnspange braucht?

Am besten erkennt das Ihr Zahnarzt bei regelmäßigen Kontrollen ab dem 3. Lebensjahr. Bei diesen Terminen wird überprüft, wie sich das Gebiss Ihres Kindes entwickelt, ob Ober- und Unterkiefer richtig zusammenpassen oder einzelne Zähne schief stehen. Auch Lispeln kann ein Anzeichen dafür sein, dass Zähne nicht richtig aufeinander stehen.

Es gibt vier häufige Ursachen für Zahnregulierungen bei Kindern:

  • Zurückstehender Unterkiefer: Die oberen Zähne stehen vor den unteren.
  • Vorstehender Unterkiefer: Die unteren Zähne stehen vor den oberen.
  • Engstand: Die Zähne haben zu wenig Platz im Kieferbogen.
  • Offener Biss: Die seitlichen Zähne beißen aufeinander, die vorderen aber nicht.

Fehlstellungen der Zähne sind oft genetisch veranlagt. Manchmal sind sie aber auch auf Gewohnheiten des Kindes zurückzuführen, etwa Daumenlutschen. 

Zahngesundheit bei Kindern: Ab welchem Alter eine Zahnspange Sinn macht

Regelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt sind bereits ab dem Kleinkindalter sinnvoll, da Milchzähne besonders anfällig für Karies sind. Eine Zahnspange hingegen wird meist erst zum Thema, wenn die ersten bleibenden Zähne da sind. Je nach Diagnose und Behandlungsstrategie wird Ihr Kind eine Zahnspange etwa 1-2 Jahre tragen. In dieser Zeit wird die Spange regelmäßig vom Kieferorthopäden nachgestellt und angepasst. Danach kommt üblicherweise ein Retainer zum Einsatz, der so gut wie unsichtbar ist. Er verhindert, dass die Zähne nach dem Entfernen einer Zahnspange nicht in die ursprüngliche Position zurückwandern.

Egal, ob festsitzende oder herausnehmbare Regulierung, zu Beginn muss der Träger mit einer Eingewöhnungsphase rechnen. Das können einige Tage sein, in denen die Zahnspange zunächst als unangenehm empfunden wird oder Druckschmerzen auftreten. Diese sind aber kein Grund zur Panik, sondern vielmehr ein Anzeichen dafür, dass die Behandlung erste Wirkungen zeigt – es tut sich etwas im Mund. In den ersten Tagen empfiehlt es sich daher, den Menüplan Ihres Kindes etwas umzustellen und auf weiche, leicht kaubare Nahrungsmittel zu setzen.

Zahnspangen-Kosten: Wie viel bezahlt die Krankenkasse?

Zahnspangen sind oft ein teures Vergnügen: Für herausnehmbare Modelle werden im Durchschnitt 1.000 – 1.200 Euro pro Jahr fällig, bei festen Regulierungen sind die Kosten meist höher und können bei 2.000 Euro oder mehr liegen.

Bei minderjährigen Patienten übernehmen die meisten Krankenkassen einen Anteil der Kosten. Wie viel, hängt von der jeweiligen Sozialversicherung und der Diagnose ab. Je schwerer die Zahnfehlstellung, umso höher aber in der Regel der Kostenersatz. Generell werden von der Krankenkasse aber nur die "Basics" bezahlt – wer kosmetische Extras wie keramikweiße Brackets oder innenliegende Drähte möchte, muss die Kosten dafür selbst übernehmen.

Bei besonders schweren Fehlstellungen kann es auch sein, dass die Krankenkassa die Zahnspangenkosten komplett übernimmt (Stichwort "Gratiszahnspange"). Abhängig ist das von einer fünfstelligen Skala, anhand der Zahnärzte die Schwere von Kieferfehlstellungen bewerten. Wird ein Patient auf Level 4 oder 5 eingestuft, übernimmt die Krankenkassa die gesamten Kosten der Bisskorrektur. Wichtig: Der Patient muss auch hier unter 18 und der behandelnde Kieferorthopäde Vertragspartner einer teilnehmenden Krankenkasse sein (aktuell sind das die OEGK, BVA, BKK, SVA, VAEB und SVB).

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