Weltgesundheitstag

Arztgespräch

Vorsorgeuntersuchungen spielen eine wichtige Rolle wenn es darum geht, Krankheiten früh zu erkennen. Einen Überblick über die wichtigsten Vorsorgeuntersuchungen gibt es hier.

Vorsorgeuntersuchung

Die Vorsorgeuntersuchung ist ein zentrales Instrument der Gesundheitsvorsorge und bietet allen Personen ab dem 18. Lebensjahr einmal pro Jahr ein kostenloses Untersuchungsprogramm. Der Gesundheitscheck besteht aus zwei Teilen, der Blutabnahme und der Untersuchung durch einen Vorsorgemediziner, und dient dazu, den aktuellen Gesundheitsstatus zu erheben und mögliche Risikofaktoren für spätere Erkrankungen auszumachen.

Ein individuelles Beratungsgespräch mit der Ärztin oder dem Arzt soll über einen gesundheitsfördernden Lebensstil aufklären und Unterstützung bei Veränderungsbedarf bieten.
 

Zahnarzt

Die zahnärztliche Vorsorgeuntersuchung dient in erster Linie dem Zweck, Zahn-, Mund- und Kiefererkrankungen frühzeitig zu erkennen. Die meisten Erkrankungen der Zähne und des Zahnfleischs lassen sich bereits im Frühstadium erkennen und rechtzeitig behandeln. Daher sollten Sie auch bei Beschwerdefreiheit regelmäßige zahnärztliche Kontrollen wahrnehmen. Die Vereinbarung einer zusätzlichen Mundhygiene beugt der Entstehung von Karies und Parodontitis vor und umfasst die Entfernung von Belägen, Verfärbungen und Zahnstein.
Mit der ERGO Zahnersatzversicherung sind Sie darüber hinaus versichert, wenn es beim Zahnarzt teuer wird.
 

Dermatologe

Eine dermatologische Untersuchung wird einmal im Jahr empfohlen. Dabei wird der Hauttyp bestimmt und Muttermale auf Veränderungen untersucht. Eine Untersuchung mit dem Auflichtmikroskop sowie digitale Bilder der Muttermale zur Langzeitdokumentation sind durchaus sinnvoll. So können Veränderungen genau beobachtet werden. Bei Menschen mit erhöhtem Hautkrebsrisiko können auch mehrere Untersuchungen pro Jahr erforderlich sein. 
 

Gynäkologe

Um Gebärmutterhalskrebs frühzeitig zu entdecken, wird Frauen ab dem 18. Lebensjahr ein jährlicher PAP-Abstrich empfohlen. Übrigens: Ab dem 9. Lebensjahr haben Mädchen bereits die Möglichkeit, die HPV-Impfung, die vor Gebärmutterhalskrebs schützen soll, in Anspruch zu nehmen.

Ab dem 30. Lebensjahr wird jährlich eine Brustkrebsvorsorge empfohlen. Die Ärztin beziehungsweise der Arzt untersucht die Brust dabei auf Verhärtungen, Rötungen oder Knötchen. Frauen wird außerdem empfohlen, ihre Brust einmal im Monat selbst auf mögliche Veränderungen abzutasten. Der beste Zeitpunkt für die Selbstuntersuchung ist unmittelbar nach der Regelblutung.

Eine weitere Maßnahme der Brustkrebs-Früherkennung ist die Mammographie-Untersuchung, die für Frauen ab dem 45. Lebensjahr alle zwei Jahre vorgesehen ist. Veränderungen im Brustgewebe und kleine, nicht tastbare Tumore können so früh erkannt werden. 
 

Urologe

Ärztinnen und Ärzte, die sich auf das Fachgebiet der Urologie spezialisiert haben, beschäftigen sich mit der Diagnose und Therapie von Erkrankungen der Harnorgane und der Geschlechtsorgane. Darüber hinaus behandeln sie Krankheiten der Nieren, der Hoden und der Prostata.
Spätestens ab dem 45. Lebensjahr wird bei Männern eine jährliche urologische Vorsorgeuntersuchung empfohlen, um Prostataerkrankungen frühzeitig zu erkennen. Aber auch jüngere Männer sollten regelmäßig zum Urologen gehen, um Erkrankungen der Hoden, Blase oder Harnröhre rechtzeitig zu erkennen und behandeln.
 

Augenarzt

Wer auch im hohen Alter über eine gute Sehkraft verfügen will, sollte regelmäßig den Augenarzt zur Vorsorge aufsuchen. Denn nur wenn Erkrankungen der Augen frühzeitig erkannt werden, können sie gut behandelt werden. Bei der augenfachärztlichen Kontrolle wird nicht nur die Sichtigkeit (Kurz-Weit-Normalsichtigkeit) überprüft, es wird auch gecheckt, ob der Augendruck normal ist, die Durchblutung und der Zustand der Netzhaut und die Linse altersentsprechend gesund sind.
Ab dem 40. Lebensjahr empfiehlt sich eine jährliche Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung von grünem Star. Ab dem 60. Lebensjahr ist eine regelmäßige AMD-Früherkennungsuntersuchung (altersbedingte Makuladegeneration) sinnvoll.
 

Koloskopie

Um bösartige Erkrankungen des Darms frühzeitig zu erkennen, sollte ab dem 50. Lebensjahr jährlich der Stuhl mittels Hämoccult-Test auf verstecktes Blut untersucht werden. Zusätzlich wird ab einem Alter von 50 Jahren eine Darmspiegelung des Dickdarms (Koloskopie) empfohlen. Diese Untersuchung gilt als die beste Möglichkeit, den Darm auf verdächtige Veränderungen zu untersuchen. Vorhandene Polypen können während der Darmspiegelung entfernt werden.