Die Grundbegriffe der Börse von A bis Z
Sie fragen sich, was "Cost-Average-Effect", "Volatilität" oder "Emerging Market" bedeutet? Wir informieren Sie über die wichtigsten Begriffe aus der Welt der Börse und des Kapitalmarkts. Lesen Sie sich das Investment ABC durch und lernen Sie die Sprache der Finanzwelt.
Abreiferbrief
In einem Abreiferbrief wird dem Versicherungsnehmer mitgeteilt, dass die Versicherung in Kürze abläuft und wie hoch das Vertragsguthaben ist.
Absolute Return
Der Absolute Return spiegelt die Wertsteigerung einer Geldanlage unabhängig vom Börsenzyklus oder einer Benchmark innerhalb eines bestimmten Zeitraums wieder.
Aktie
Eine Aktie ist ein Wertpapier, welches einen Eigentumsanteil an einer Gesellschaft verbrieft. Mit dem Erwerb einer Aktie wird man daher zum Miteigentümer der Aktiengesellschaft und haftet in Höhe des Nennwerts seiner Aktien. Im Regelfall ist der Aktionär durch die Auszahlung von Dividenden am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens beteiligt.
Alpha
Die Kennziffer Alpha zeigt die Fähigkeiten des Fondsmanagements auf. Alpha ist das Maß für die abweichende Wertentwicklung eines Fonds im Vergleich zur Entwicklung der verwendeten Benchmark. Der Kennwert veranschaulicht das Ausmaß, in dem sich der Fonds besser oder schlechter entwickelt hat als die Benchmark. Je positiver das Alpha, umso besser ist der Fonds im Vergleich zur Benchmark.
Anlageklassen
Anlageklassen sind Gruppen von Finanzanlagen. Diese können aufgrund ihrer gemeinsamen Merkmale (z.B. Risiko und Rendite) zusammengefasst werden. Dazu zählen unter anderem Wertpapiere, Immobilien und Anleihen.
Anleihen
Eine Anleihe ist ein Wertpapier. Diese räumt dem Inhaber das Recht auf Rückzahlung des Nennwerts sowie auf Zahlung vereinbarter Zinszahlungen (Kupons) ein. Im Unterschied zur Aktie erwirbt man hiermit keine Unternehmensanteile, sondern das Unternehmen erhält einen Kredit. Der Käufer einer Anleihe wird also zum Gläubiger. Auf diese Weise ist eine Anleihe für Unternehmen und öffentliche Institutionen ein klassisches Mittel zur Beschaffung von Fremdkapital. Typische Ausprägungen sind Unternehmensanleihen, Staatsanleihen oder Kommunalanleihen.
Anteilsscheinklassen
Viele Investmentfonds bieten mehrere Anteilsklassen an. Dabei handelt es sich um Anteile am selben Fonds. Die Wertentwicklung ist bei jeder Anteilsklasse ähnlich. Denn die Werte innerhalb eines Fonds unterscheiden sich nicht voneinander. Sie weichen jedoch bei Gebühren, Verwendung der Erträge oder Währung ab.
Asset Allocation
Die Asset Allocation bezeichnet die strategische Aufteilung des Vermögens auf verschiedene Assetklassen. Die Asset Allocation ist entscheidend für eine erfolgreiche Geldanlage bei Fonds. Um das Investmentportfolio optimal anzulegen, ist eine individuelle Vermögensverteilung durch den Fondsmanager notwendig.
Auflagedatum
Mit dem Auflagedatum bezeichnet man den Tag, an dem die Anteile eines Fonds erstmalig auf den Markt gebracht werden. Daher wird das Auflagedatum auch das “Geburtsdatum” des Fonds genannt.
Ausgabeaufschlag (AGA)
Der Ausgabeaufschlag oder auch „Agio“ steht für eine Gebühr, die Privatanleger beim Erwerb von Fondsanteilen entrichten müssen. Die Gebühr ist je nach Art des Fonds unterschiedlich hoch. Der Aufschlag wird für die Deckung der Vertriebs- und Beratungskosten eingehoben.
Benchmark
Die Benchmark dient zur Bewertung des Erfolgs einer Anlage. Zur Messung wird der jeweils marktrelevante Aktien- oder Rentenindex verwendet. Das Ziel ist, dass die Performance des Fonds den vorher festgelegten Referenzwert übertrifft.
Beta (Betafaktor)
Beta ist die Kennzahl für das Marktrisiko eines Investments. Diese beschreibt die Korrelation zwischen einer Veranlagung und dem Index und zeigt damit die Auswirkungen auf die Bewegungen des Marktes. Ein Wert größer als 1 bedeutet, dass der Fonds stärker schwankt als der Gesamtmarkt. Ein Betawert kleiner als 1 zeigt eine geringere Volatilität als der Gesamtmarkt an.
Cost-Average-Effekt
Der Cost-Average-Effekt beschreibt, dass ein Anleger für einen gleich bleibenden Betrag bei fallenden Kursen mehr Anteile kaufen kann. Bei steigenden Kursen kann ein Anleger wiederum weniger Anteile kaufen. Der Vorteil der Strategie besteht darin, dass der Anleger immer antizyklisch und somit kostenoptimiert Fondsanteile kauft.
Deckungsrückstellung
Bei klassischen Versicherungen ist die Deckungsrückstellung:
- Summe Ihrer eingezahlten Beiträge
- Davon werden Versicherungssteuer, Kosten, die Risikoprämie für den Ablebensschutz und mögliche Zuschläge abgezogen
- Dazu kommen Zinsen mit einem garantierten Zinssatz
Bei fondsgebundenen Versicherungen ist die Deckungsrückstellung:
- der aktuelle Wert Ihrer Fondsanteile
Diesen Wert berechnet sich aus der Anzahl der Fondsanteile multipliziert mit dem Kurs des Fonds.1
Bei flexibler Geldanlage (Hybrid-Produkten) ist die Deckungsrückstellung:
- der Betrag im klassischen Deckungsstock und/oder der Wert der Fondsanteile
Der Wert der Fondsanteile wird berechnet aus der Anzahl der Fondsanteile multipliziert mit dem Kurs.1
1 Bitte beachten Sie, dass Fondsveranlagungen auch mit dem Risiko möglicher Kursverluste verbunden sind.
Deckungsstock (fond- bzw. indexgebunden)
Diese beiden Deckungsstöcke haben Vermögenswerte für fond- bzw. indexgebundene Produkte. Bei Lebensversicherungen mit Fonds werden Anteile an Investmentfonds gekauft. Für jeden Versicherungsvertrag werden eigene Anteile gekauft. Bei Lebensversicherungen mit einem Index gehören Anteile an Geldanlagen dazu. Die Anteile werden nach Auftrag oder Beschreibung des jeweiligen Produktes zugeordnet, beispielsweise gehören strukturierte Anleihen dazu.
Deckungsstock (staatlich gefördert)
Die von ERGO angebotene staatlich geförderte Zukunftsvorsorge war eine klassische Lebensversicherung. Die Veranlagung unterscheidet sich aber von der "traditionellen" klassischen Veranlagung: Das Gesetz schreibt hier vor, dass ein Teil des Geldes in Aktien veranlagt werden muss. Weil Aktien schwanken, verwendet ERGO Sicherungsinstrumente. So sollen Verluste verringert und die garantierte Auszahlung gesichert werden. Für die Steuerung benutzt ERGO ein eigenes Modell. Dieses Modell wurde von Experten geprüft und von der Finanzmarktaufsicht genehmigt.
Deckungsstock (klassisch)
Der traditionelle klassische Deckungsstock ist ein gemeinsames Vermögen für alle klassischen Lebens- und Rentenversicherungen. Die Geldanlagen darin werden ständig überwacht, genau dokumentiert und sehr vorsichtig bewertet („Niederstwertprinzip“). Für ERGO ist es sehr wichtig, dass die Veranlagung sicher ist.
Das Geld wird für verschiedene Zwecke verwendet:
- Anleihen
- Kontoguthaben
- Darlehen
- Beteiligungen
- Aktien
- Immobilien
- alternative Investments
Jedes Jahr steht die Aufteilung des Vermögens in einem Beiblatt in den jährlichen Wertnachrichten der Verträge.
Depotbank
Die Verwaltungsgesellschaft beauftragt eine Depotbank welche für die Verwahrung des Vermögens des Investmentfonds verantwortlich ist.
Derivate
Derivate sind Finanzinstrumente, deren Wert von anderen Referenzgrößen abhängen. Das zugrunde liegende Underlying wird als Basiswert bezeichnet und kann beispielsweise in Form von Wertpapieren, finanziellen Kennzahlen oder auch Waren (Rohstoffe, Edelmetalle usw.) vorliegen. Beispiele für Derivate sind Optionen, Futures, Zertifikate und Swaps.
Deutscher Aktienindex (DAX)
Der DAX ist der wichtigste Index für die Entwicklung der deutschen Aktienmärkte. Er beinhaltet die 40 größten deutschen Unternehmen. Umsatzstärke und Börsenkapitalisierung werden für die Auswahl herangezogen.
Duration
Die Duration bezeichnet die durchschnittliche Kapitalbindungsdauer einer Geldanlage in Jahren. Zur Berechnung zieht man die Höhe des Marktzines, die Höhe der Kuponzahlungen und die Laufzeit der Anleihe heran.
Emerging Markets
Emerging Market bezeichnet die aufstrebenden Aktienmärkte Europas, Lateinamerikas und Südostasiens. Emerging Markets gelten für Kapitalanleger als vielversprechend, bringen jedoch ein sehr hohes Marktrisiko mit sich. Zu den Schwellenmärkten gehören unter anderem Rumänien, Bulgarien, China oder auch Indien. Diese befinden sich an der Schwelle vom Entwicklungs- zum Industrieland.
ERGO Responsibility
Die ERGO Responsibility Category („ERGO Responsibility“) fasst ESG Ratings und Beurteilungen (Environmental, Social and Governance; zu Deutsch: Umwelt, Soziales und nachhaltige Unternehmensführung) renommierter externer Ratinghäuser und Behörden (Scope ESG Rating, Österreichisches Umweltzeichen, FNG-Siegel und Klassifizierung nach der EU Offenlegungs-Verordnung) zusammen. Zur Bestimmung Ihrer ESG Ratings ziehen die Ratinghäuser die ESG-Einzelbeurteilungen der im Fonds gehaltenen Unternehmenstitel heran. Das bedeutet, die einzelnen Unternehmen werden hinsichtlich schwerwiegender Verstöße gegen internationale Menschenrechts-, Arbeits-, Umwelt-, Unternehmensführung- und Antikorruptionsstandards untersucht und anschließend bewertet.
Die Skala reicht von „keine Kategorisierung“ bis zu „zwei Windräder“.
ERGO Quality
Der ERGO Quality Score („ERGO Quality“) beruht auf einem mehrstufig durchgeführten und gewichtetem Scoring Modell zur Bestimmung der Qualität eines Fonds innerhalb seiner Fondskategorie. Hierbei fließen unterschiedlichste qualitative und quantitative Kriterien wie z. B. die langfristige und kurzfristige Fondsperformance, das Risiko-Ertrags-Profil, ESG Profil, die Fondskosten, bekannte Fondsmaßnamen und externe Fondsratings in die Beurteilung ein.
Anschließend wird das quantitative Ergebnis jedes Fonds einer ergänzenden internen qualitativen Qualitätsbeurteilung im ERGO Unit-linked Investment Committee unterzogen und sein ERGO Quality Score festgelegt.
Ertragsaufwendung
Die Ertragsverwendung gibt dem Anleger Auskunft darüber, was mit den erwirtschafteten Gewinnen des Fonds geschieht. Man unterscheidet dabei grundsätzlich zwischen thesaurierenden (= Gewinne werden automatisch wieder veranlagt) und ausschüttenden Fonds.
ESG
ESG ist die Abkürzung für die Nachhaltigkeitskriterien Environmental, Social und Governance (= Umwelt, Soziales und verantwortungsvolle Unternehmensführung). ESG beschreibt, inwieweit ein Unternehmen freiwillig Sozialverantwortung übernimmt, die gesetzliche Richtlinien übersteigt.
Euribor
Euribor (Abkürzung für European Interbank Offered Rate)ist der durchschnittliche Zinssatz auf dem Euro-Geldmarkt. Zu diesem Geldmarktzinssatz leiht eine Bank einer anderen Bank für maximal 12 Monate Geld.
Exchange Traded Fund (ETF)
Ein Exchange Traded Fund (ETF) ist ein börsengehandelter Investmentfonds. Das Ziel eines ETFs ist es, einen kompletten Marktindex nachzubilden. Daher spricht man auch von Indexfonds. Die Investmentgesellschaft investiert Ihre Mittel also nicht gemäß ihrer eigenen Meinung, sondern mit dem Ziel einen Zielindex möglichst genau nachzubilden. Da hierbei vieles automatisiert geschieht, sind ETFs meist kostengünstiger als normale Investmentfonds. Die Performance unterscheidet sich vom Index lediglich durch die jährlichen Verwaltungsgebühren.
Factsheet
Ein Factsheet ist ein Dokument, das die wesentlichen Fondsinformationen beinhaltet. Diese können beispielsweise die Performance, Risikokennzahlen, Informationen zur Fondsgesellschaft und Diagramme enthalten.
Fondsbestimmungen
Die Fondsbestimmungen werden von der Verwaltungsgesellschaft festgelegt. Diese müssen außerdem von der FMA (Finanzmarktaufsicht) genehmigt werden. Sie regeln das Rechtsverhältnis der Anteilinhaber zur Verwaltungsgesellschaft und zur Depotbank. Kunden können die Fondsbestimmungen jederzeit einsehen. Denn sie sind Bestandteil des jährlichen Rechenschaftsberichtes bzw. im Prospekt des Fonds als Anhang zu finden.
Fondsgesellschaft
Eine Fondsgesellschaft (auch Investmentgesellschaft oder Kapitalverwaltungsgesellschaft (KAG)) ist ein Unternehmen, das liquide Mittel von Anlegern einsammelt und das Kapital in verschiedene Anlageklassen (wie Immobilien, Anleihen oder Wertpapiere) investiert. Dies geschieht unter gesetzlich und vertraglich geregelten Anlagekriterien. Im Gegenzug erhalten die Anleger Fondsanteile. Die Fondsanteile entsprechen der Anlagesumme.
Fondstyp: Aktienfonds
Aktienfonds sind Investmentfonds, die ihr Fondsvermögen vornehmlich oder ausschließlich in Aktien investieren. Die Wertentwicklung unterliegt ständigen Schwankungen, da diese der Kursentwicklung an den Börsen folgt. Daher zielt ein Aktienfonds auf einen langfristigen Wertzuwachs ab. Der Anlagehorizont ist aufgrund höherer Schwankungen längerfristig zu sehen.
Fondstyp: Anleihenfonds
Bei Anleihenfonds handelt es sich um Wertpapierfonds, die ihr Fondsvermögen überwiegend in festverzinsliche oder variable Wertpapiere anlegen. Im Fokus steht dabei eine breite Streuung des Vermögens. Die Wertentwicklung richtet sich nach dem allgemeinen Zinsniveau in den jeweiligen Ländern. Ziel eines Anleihenfonds ist ein regelmäßiges Einkommen. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig zu sehen. Währungsrisiken werden, falls die Veranlagung nicht gänzlich in Euro-denominierten Wertpapieren erfolgt, hierbei gänzlich oder teilweise abgesichert.
Fondstyp: Dachfonds
Bei Dachfonds handelt es sich um Investmentfonds, bei denen die Veranlagung des Fondsvermögens wiederum in andere Investmentfonds erfolgt. Mit Dachfonds wird das Kapital sowohl über verschiedene Fondsgesellschaften, als auch über verschiedene Anlageklassen gestreut. Die Anlage in Dachfonds zählt zu den risikoreichen Investments. Auch die Gebühren sind bei dieser Art von Fonds vergleichsweise hoch und haben somit einen negativen Einfluss auf die Rendite.
Fondstyp: Geldmarktfonds
Geldmarktfonds sind Wertpapierfonds. Diese legen ihr Fondsvermögen in Geldmarktveranlagungen oder Anleihen mit sehr kurzer Restlaufzeit an. Die Wertschwankungen fallen gering aus. Daher haben Geldmarktfonds in der Regel einen geringeren Ertrag als Anleihenfonds. Die Wertentwicklung richtet sich nach dem Zinsniveau am Geldmarkt. Der Anlagehorizont ist kurzfristig. Das veranlagte Kapital ist ohne Kündigungsfrist verfügbar.
Fondstyp: Immobilienfonds
Immobilienfonds veranlagen ihr Fondsvermögen ausschließlich in Immobilien. So wird der Anleger Mitbesitzer einer Immobilie, ohne die Immobilie direkt zu kaufen oder für die Instandhaltung verantwortlich zu sein. Das Anlageziel eines Immobilienfonds sind sowohl regelmäßige Erträge aufgrund der Mieterlöse, als auch die Performance an der Wertsteigerung der Objekte; beide Aspekte verbunden mit geringen Kursschwankungen. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig.
Fondstyp: Mischfonds
Bei Mischfonds handelt es sich um Wertpapierfonds. Diese investieren ihr Fondsvermögen sowohl in Anleihen, als auch Aktien. Aufgrund der erhöhten Diversifikation entsteht eine breitere Streuung, was wieder zu niedrigeren Schwankungen führen kann.
Fondstyp: Themenfonds
Der Themenfonds ist weder ein typischer Branchenfonds noch hat dieser einen geografischen Schwerpunkt. Hierbei kann man sich als Anleger auf ein bestimmtes Thema wie beispielsweise Konsumgüter, Finanzen oder Rohstoffe fokussieren.
Fondsvolumen
Der Begriff Fondsvolumen beschreibt das Gesamtkapital eines Investmentfonds, das für die Veranlagung zur Verfügung steht. Dazu zählen liquide Mittel, Bargeld und Marktwerte der Kapitalanlagen. Zusätzlich fallen die von der Fondsgesellschaft eingesammelten Einzahlungen aller Investoren darunter. Der Kurswert des Fondsvolumens ändert sich täglich.
Gewinnbeteiligung
Bei der klassischen Lebensversicherung werden jedes Jahr Gewinnanteile berechnet. Das Versicherungsunternehmen schreibt jedes Jahr die Gewinnanteile den berechtigten Verträgen gut. Die Gewinne kommen hauptsächlich aus den Erträgen der Veranlagung des klassischen Deckungsstocks, die über dem garantierten Zins liegen. Diese Gewinnanteile kommen dann ebenfalls in den klassischen Deckungsstock und erhöhen den Wert Ihres Vertrags.
Hedgefonds
Hedge-Fonds sind aktive Investmentfonds, die teilweise hohe Risiken eingehen, um Marktchancen zu nutzen und dadurch überdurchschnittlich hohe Renditepotenziale wahrzunehmen. Oftmals wird eine geringe Eigenkapitalbasis mit Krediten oder Finanzderivaten „gehebelt“.
Inflation
Inflation bezeichnet einen nachhaltigen Anstieg der Güterpreise und damit einhergehenden Minderung der Kaufkraft des Geldes.
Investmentfonds
Investmentfonds sammeln Kapital von Anlegern um dieses in Wertpapieren zu veranlagen. Jeder Anleger erwirbt somit einen Teil an dem Fonds und profitiert von wachsenden Vermögenswerten. Fonds werden von einer Verwaltungsgesellschaft verwaltet, die Verwahrung des Fondsvermögens erfolgt durch eine von der Verwaltungsgesellschaft beauftragten Depotbank. Das Sondervermögen muss vom Vermögen der Kapitalanlagegesellschaft (Verwaltungsgesellschaft) getrennt gehalten werden und haftet nicht für deren Verbindlichkeiten.
Investmentfondsgesetz
Das Investmentfondsgesetz legt jene Bedingungen fest, zu denen Fonds in Österreich aufgelegt, verwaltet und vertrieben werden dürfen. Kernstücke des Gesetzes sind Vorschriften über Veranlagungsbestimmungen und Risikomanagement für Investmentfonds. Es enthält zahlreiche wesentliche Bestimmungen zum Anlegerschutz und einheitliche Informationspflichten.
ISIN (International Securities Identification Number)
Dabei handelt es sich um die international standardisierte Identifikation für Wertpapiere. Sie ist zwölfstellig und besteht aus der zweistelligen Länderkennung (z. B. Deutschland: DE, Österreich: AT, Luxemburg: LU) und zehn Ziffern. Eine Besonderheit stellt das länderunabhängige Kürzel „XS“ dar, welches für internationale Wertpapiere genutzt wird, die bei Clearstream oder Euroclear verwahrt werden. Bemerkung: Das müssen wir auch nicht reinschreiben, weil Fonds ja eindeutige Länderkürzel haben und niemals mit XS beginnen, das sind eigentlich nur Einzeltitel.
Laufende Kosten im Fonds
Die laufenden Kosten beinhalten alle Gebühren, die im vergangenen Rechnungsjahr des Fonds erhoben wurden. Fremde Transaktionskosten und erfolgsabhängige Gebühren sind nicht Bestandteil der laufenden Kosten. Die laufenden Kosten können von Jahr zu Jahr voneinander abweichen.
Morningstar Rating
Das Morningstar Rating ist das Ergebnis eines transparenten Bewertungsprozesses, dem die Wertentwicklung, das Risiko und die Kosten eines Investmentfonds zugrunde liegen. Die monatlichen Ratings basieren auf dem Vergleich von Fonds innerhalb ihrer Kategorien.
Morningstar Kategorien
Jede Kategorie vereint im Normalfall Fonds mit ähnlichen Anlagestrategien. Die Fonds werden den Kategorien auf Basis der Untersuchung ihrer Portfolios durch Morningstar zugeordnet. Diese exakte Art der Kategorisierung hilft dem Anleger bei der Zusammenstellung eines ausgewogenen Fondsportfolios.
Nachhaltigkeit
Informationen bezüglich Nachhaltigkeit finden Sie unter https://ergo-versicherung.at/ergo-oesterreich/verantwortung
Offenlegung (EU 2019/2088)
Die Offenlegungsverordnung verpflichtet Finanzmarktteilnehmer (wie z.B. Versicherungen) ihre aktuellen Verfahren zur Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsrisiken offenzulegen, die Einfluss auf die Rentabilität der getätigten Investitionen sowie Angaben hinsichtlich nachhaltiger Anlagestrategien haben.
Performance
Performance ist ein anderer Begriff für Wertentwicklung, d.h. um wieviel der Wert einer Anlage über einen bestimmten Zeitraum gestiegen oder gefallen ist.
Publikumsfonds
Publikumsfonds sind Investmentfonds für private und institutionelle Anleger. Die Anteile an Publikumsfonds können grundsätzlich jederzeit erworben und zurückgegeben werden. Bei Publikumsfonds wird grundsätzlich zwischen OGAW (Fonds welche der OGAW-Richtlinie entsprechen) und AIF (Alternative Investmentfonds) unterschieden.
Risiko-Rendite-Matrix
Die Risiko/Rendite-Matrix setzt das Anlagerisiko (Volatilität) und die Performance einer Veranlagung in ein Verhältnis.
Sharpe Ratio
Diese Kennzahl stellt die Überschussrendite eines Fonds gegenüber einer sicheren (risikolosen) Geldmarktanlage unter Berücksichtigung der Volatilität des jeweiligen Fonds dar. Wenn bspw. der sichere (risikolose) Geldmarkt ein Prozent als Rendite erwirtschaftet hat und der ausgewählte Fonds zehn Prozent, dann hat der Fonds eine Überschussrendite von neun Prozent. Diese neun Prozent werden nun ins Verhältnis gesetzt zum Risiko (Volatilität) des Fonds. Liegt die Sharpe Ratio über eins (>1), so hat der Fonds einen Überschuss erwirtschaftet, der das höhere Risiko des Fonds kompensiert. Das ist eine positive Sharpe Ratio. Liegt die Sharpe Ratio zwischen null und eins, so hat der Fonds zwar einen Überschuss bezüglich der Geldmarktverzinsung erzielt, aber der Überschuss entspricht nicht dem eingegangenen Risiko. Liegt die Sharpe Ratio unter null, so hat der Fonds nicht einmal die Verzinsung der sicheren Geldmarktanlage erreicht. Das ist eine negative Sharpe Ratio. Neben der erwirtschafteten Mehrrendite wird das Verhältnis angezeigt, in wie weit die erwirtschaftete Mehrrendite im Verhältnis zum eingegangenen Risiko steht.
SRI (Summary Risk Indicator)
Der Risikoindikator hat einen Wert auf einer Skala zwischen 1 und 7. Je höher der Wert, umso höher ist das mit dem Investment verbundene Risiko und umso höher sind in der Regel auch die Ertragschancen. Eine Einstufung in der Kategorie 1 bedeutet jedoch nicht, dass es sich um eine risikofreie Veranlagung handelt. Die Berechnung ist nach einheitlichen Standards der Europäischen Union festgelegt. Der Risikoindikator ist eine Kennzahl für die Höhe der mit der Veranlagung verbundenen Wertschwankungen und wird auf Basis der historischen Schwankungsbreiten (Volatilitäten) sowie eines allfälligen Kreditrisikos ermittelt. Historische Daten, wie diejenigen, die zur Berechnung dieses Indikators verwendet werden, sind kein verlässlicher Hinweis auf mögliche zukünftige Wertschwankungen des Fonds. Die stichtagsbezogene Einstufung eines Fonds kann sich somit künftig ändern und stellt keine Garantie dar.
Total Expense Ratio (TER)
Die TER gibt an, welche Kosten wie zum Beispiel Managementgebühren, Beratergebühren im vergangenen Geschäftsjahr tatsächlich angefallen sind. Sie wird in Prozent des Fondsvermögens dargestellt. Je geringer diese Zahl, desto weniger wurde die Performance des Fonds geschmälert, desto besser für den Anleger.
Volatilität
Die Volatilität gibt die Schwankungsintensität eines Veranlagungsinstruments über einen gewissen Zeitraum an. Je größer die Volatilität, desto stärker sind die Kursschwankungen des betreffenden Fonds.
Währungsrisiko
Das Währungsrisiko beschreibt das Risiko, durch Wechselkursschwankungen Verluste zu erleiden. Die Währungsentwicklung kann sowohl positive als auch negative Effekte auf die Basisveranlagung haben.