Checkliste: Nach der Hochzeit Dokumente ändern

Hochzeitspaar

Der Hochzeitstag stellt für viele Paare eine der schönsten gemeinsamen Erinnerungen dar. Die meiste Kraft wird selbstverständlich in die Vorbereitungen der Hochzeit gesteckt, doch was gilt es eigentlich nach der Eheschließung zu berücksichtigen? Die Änderung des Namens – egal ob Sie den Namen Ihres Ehemannes oder Ihrer Ehefrau bzw. einen Doppelnamen annehmen – erfordert eine Reihe von Behördenwegen. Wir haben die wichtigsten Dokumente, die Sie nach der Hochzeit ändern müssen für Sie zusammengefasst und eine Checkliste erstellt, an was Sie nach der Hochzeit sonst noch denken sollten.

ERGO Tipp: Am Ende des Beitrages gibt es die Checkliste zum Downloaden.

Namensänderung bei Dokumenten:

Meldebestätigung

Namensänderungen im Rahmen der Eheschließung vor einem österreichischen Standesamt werden automatisch im Zentralen Melderegister vermerkt. Das heißt es ist keine gesonderte Meldung notwendig. Sollte eine Meldebestätigung über die erfolgte Namensänderung benötigt werden, so kann diese von der Meldebehörde gegen eine kleine Gebühr ausgestellt werden.

Reisepass

Der Reisepass muss im Falle einer Namensänderung neu ausgestellt werden. Zuständig ist jene Passbehörde, in deren Bereich Sie Ihren Hauptwohnsitz haben. Für die Neuausstellung benötigen Sie den bisherigen Reisepass, ein Passbild und gegebenenfalls Heiratsurkunde und Meldebestätigung (lautend auf den neuen Familiennamen). Bei Unklarheiten zur Namensführung, Schreibweise oder Geburtsort können außerdem Geburtsurkunde und/oder Staatsbürgerschaftsdokumente verlangt werden.

Personalausweis

Auch der Personalausweis muss im Falle einer Namensänderung neu ausgestellt werden. Bringen Sie hierfür Ihren alten Personalausweis mit (falls vorhanden) sowie Passbild, Reisepass und gegebenenfalls auch Heiratsurkunde und Meldebestätigung (lautend auf den neuen Familiennamen). Bei Unklarheiten können außerdem Geburtsurkunde und/oder Staatsbürgerschaftsdokumente verlangt werden.

Zulassungsschein für Kfz

Die Änderung des Familiennamens muss auch der Zulassungsbehörde Ihres Kraftfahrzeuges angezeigt werden. Wenden Sie sich an die Zulassungsstelle der Versicherung. Sie benötigen hierfür einen amtlichen Lichtbildausweis, beide Teile der Zulassungsbescheinigung, Heiratsurkunde, Meldebestätigung und Zulassungsbescheinigung sowie Typenschein.

Die Namensänderung im Führerschein ist nicht zwingend notwendig, jedoch zweckmäßig, wenn der Führerschein auch als Lichtbildausweis dienen soll.

Arbeitgeber

Die meisten Dienstverträge verlangen eine unverzügliche Bekanntgabe von geänderten Personaldaten. Wenden Sie sich daher rechtzeitig an das Personalbüro und legen Sie die Heiratsurkunde vor.

Sozialversicherung

Grundsätzlich muss das Standesamt im Falle einer Namensänderung eine Meldung an die Sozialversicherung durchführen. Wenn Sie sich in einem aufrechten Arbeitsverhältnis befinden, erledigt die Änderungsmeldung Ihr Arbeitgeber. Wenn Sie Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung beziehen erfolgt die Meldung durch das AMS. Nach Einlangen der Namensänderung bei der Sozialversicherung erhalten Sie eine neue e-card auf den neuen Namen ausgestellt.

Finanzamt

Wenn Sie einkommens- oder lohnsteuerpflichtig sind, geben Sie die Änderung der Personaldaten dem Finanzamt bekannt. Meist genügt ein formloses Schreiben unter Angabe Ihrer Sozialversicherungsnummer. Eventuell verlangt das Finanzamt als Nachweis der Namensänderung die Heiratsurkunde.  

Sonstige Versicherungen

Achten Sie darauf, dass Ihre Daten bei den Versicherungen (Lebens-, Haushalts-, Unfallversicherungen etc.) aktuell sind. Meist genügt ein formloses Schreiben unter Anführung Ihrer Polizzennummer und Ihres neuen Namens.

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Geldinstitute

Informieren Sie Banken, Kreditinstitute, Bausparkassen über die Namensänderung. Die meisten Geldinstitute verlangen eine Kopie der Heiratsurkunde.

Sonstiges

Sind Sie Eigentümerin oder Eigentümer einer Liegenschaft oder eines Unternehmens, muss der Name auch im Grundbuch bzw. im Firmenbuch geändert werden. Informieren Sie außerdem kontinuierlich alle Einrichtungen, bei denen Ihr Name und Ihre Anschrift registriert sind. Dazu zählen zum Beispiel Vereine, Wiener Linien, ÖBB, Rundfunkempfangseinrichtungen (GIS), Versandhäuser, Kirchenbeitragsstelle, Energieversorger, Wohnbaugenossenschaften, Gewerkschaft usw.

 

Weitere To-Do´s nach der Hochzeit:

  • Ehevertrag – Ja oder Nein?

Mit einem Ehevertrag legen Sie unter anderem vertraglich fest, wie im Falle einer Scheidung das gemeinsam erwirtschaftete Vermögen aufgeteilet oder der Unterhalt geregelt wird. Grundsätzlich wird vor allem dann zu einen Ehevertrag geraten, wenn ein Partner seinen Job aufgibt, um sich zum Beispiel um die Kindererziehung zu kümmern. Kommt es nämlich zu einer Scheidung, kann das mit finanziellen Einbußen einhergehen. Außerdem macht ein Ehevertrag auch dann Sinn, wenn ein Partner im Unternehmen des Anderen angestellt ist oder man ein Haus gebaut hat, wo nur eine Person im Grundbuch eingetragen ist. Informieren Sie sich in jedem Fall ganz genau über die Rechtslage und schätzen Sie Ihre Situation so gut es geht ein.

ERGO Tipp: Haben Sie gewusst, dass man einen Ehevertrag auch nach der Hochzeit abschließen kann? Egal ob vor oder nach der Hochzeit, es ist wichtig, sich gemeinsam als Ehepaar über die Option eines Ehevertrages zu informieren und gemeinsam eine Entscheidung zu treffen.
 

  • Versicherungen zusammenlegen

Prüfen Sie nach der Hochzeit, welche Versicherungsverträge zusammengelegt werden können, um nicht unnötig Geld auszugeben. Wenn Sie dabei Unterstützung brauchen, kontaktieren Sie am besten Ihre Versicherugnsberaterin oder Ihren Versicherungsberater.

Berater finden

 

  • Vorsorge & Absicherung 

Obwohl man nicht gerne daran denkt, ist es nach einer Hochzeit sinnvoll, eine passende Altersvorsorge und Risikoversicherung abzuschliesen, damit Sie im Alter oder Falle eines Schicksalsschlages abgesichert sind.
 

  • Finanzen

Überlegen Sie sich als Ehepaar, wie Sie Ihre Finanzen am besten organisieren und auf wie viele Konten Sie Ihr Geld aufteilen möchten. 
 

  • Testament

Grundsätzlich ist nach einer Hochzeit das Erbe so geregelt, dass Ehepartner und Kinder begünstigt sind. Möchten Sie jedoch eine andere Regelung, können Sie diese mit einem Testament festlegen.
 

  • Vollmacht & Patientenverfügung

Eine Vollmacht berechtigt Ihre Ehefrau oder Ihren Ehemann dazu, wirksam in Ihrem Namen zu handeln. Diese Befugnis kann in Situationen sinnvoll sein, wo Sie selbst nicht fähig dazu sind (z. B. aufgrund von Krankheit oder Tod) Mit einer Vollmacht ist Ihre Ehepartnerin oder Ihr Ehepartner berechtigt, auf Ihr Konto zuzugreifen und Geschäfte in Ihrem Namen abzuschließen.

In einer Patientenverfügung können Sie festlegen, was mit Ihnen passieren soll, wenn Sie sich so schwer verletzten oder erkranken, dass Sie nicht mehr selber über medizinische Wünsche entscheiden können. Ohne Patientenverfügung darf der Ehepartner oder die Ehepartnerin nicht für Sie bestimmen.
 

Checkliste zum Downloaden

Damit Sie nach der Hochzeit auch wirklich an alles denken, haben wir für Sie eine Hochzeits-Checkliste zum Downloaden erstellt. 

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