6 Tipps für Ihre Photovoltaik-Anlage im Winter

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Der Winter in Österreich stellt Ihre PV-Anlage auf die Probe: Schnee, Wind und Frost fordern das Maximum. Doch mit der richtigen Planung vermeiden Sie Schäden und halten den Ertrag hoch. Erfahren Sie aktuelle Kosten und Förderungen zu Photovoltaikanlagen sowie wie Sie Ihre PV-Anlage optimal durch den Winter begleiten können.

Wie viel kostet eine PV-Anlage?

Die Kosten für private Photovoltaik-Anlagen variieren je nach Größe und liegen derzeit laut Salzburg AG zwischen 1.000 und 1.800 Euro pro kWp. Bei einer Anlage inklusive Speicher für ein typisches Einfamilienhaus müssen Sie zwischen 12.000 bis 15.000 Euro kalkulieren. Optional ist eine Notstromfunktion möglich, die Sie bei Stromausfällen schützt – allerdings mit zusätzlichen Kosten.

Wie hoch sind aktuelle PV-Förderungen?

Der EAG-Investitionszuschuss beträgt maximal 30% der förderfähigen Netto-Kosten. Die Fördersätze zu Photovoltaik Anlagen 2026 richten sich nach Kategorien und Leistung – hier eine kurze Übersicht:
 

KategorieLeistungFördersatz
Abis 10 kWp150 €/kWp (fix)
B>10–20 kWp140 €/kWp (fix)
C>20–100 kWpmax. 130 €/kWp
D>100-1000 kWpmax. 120 €/kWp
Speicher-150 €/kWh (nur in Kombination mit neu errichteten oder erweiterten PV-Anlage)


Für nähere Details beachten sie die Informationen zu Fördersätzen und Reihung der Förderanträgen

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Sechs PV-Tipps für den Winter

Sie besitzen bereits eine Photovoltaik-Anlage oder planen gerade den Einbau? Der Winter stellt hohe Anforderungen an Montage und Betrieb – Schäden können teuer werden und den Ertrag mindern. Hier sind sechs Tipps zur Schadenvermeidung, damit Ihre Anlage langlebig bleibt und auch in der kalten Jahreszeit zuverlässig Strom liefert.

1. Tragfähigkeit des Dachs prüfen

Ihr Dach und die Unterkonstruktion müssen die Anlage bei Starkschnee und Sturm tragen. Führen Sie vorab eine statische Berechnung durch, damit nichts nachgibt.

2. Standsicherheit bei Flachdachanlagen

Flachdächer bieten Wind viel Angriffsfläche, besonders bei Aufstellungswinkeln. Lassen Sie die Standsicherheit von einem Statiker prüfen, um Umkippen zu verhindern

3. Montagesystem richtig dimensionieren

Achten Sie darauf, dass Ihr Montagesystem Windlasten nach ÖNORM EN 1991-1-4 und Schneelasten nach ÖNORM EN 1991-1-3 (jeweils in der aktuellen Fassung) standhält.

4. Blitzschutz und Überspannung sichern

Montieren Sie zusätzlichen Überspannungsschutz außerhalb des Wechselrichters und integrieren Sie die Anlage in Ihr Blitzschutzsystem.

5. Diebstahl sichern

Schützen Sie Solarmodule bei Bodenanlagen durch Reißdraht, Bewegungsmelder oder akustische Alarme vor Diebstahl.

6. Zertifizierte Komponenten verwenden

Ihre Module sollten das Zertifikat IEC 61215 und die Schutzklasse II erfüllen. Wählen Sie Modelle, die für den Schneefall in Ihrer Region ausgelegt sind.

Wichtig: Achten Sie an Dachkanten auf größere Abstände sowie alle Befestigungspunkte, um Auftrieb zu minimieren.

Fazit

Diese sechs Tipps machen Ihre PV-Anlage winterfest und schützen Ihre Investition langfristig. Präventive Maßnahmen sichern langlebigen Betrieb und Ertrag – auch bei Schnee, Wind und Frost. 

Für umfassenderen Schutz vor Winterrisiken ergänzen Sie Ihre Maßnahmen mit einer Eigenheimversicherung, die auch PV-Anlagen abdeckt.