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Mit Hilfe unserer Markt- und Fondsinformationen sind Sie stets auf dem neuesten Stand. Wir analysieren für sie den aktuellen Markt und stellen Ihnen wichtige Daten über Anleihen, Aktien und alternative Veranlagungen zur Verfügung. 

Quartalsreport

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Märkte & Trends


Redaktion:

MEAG MUNICH ERGO Kapitalanlagegesellschaft mbH

Am Münchner Tor 1

80805 München

www.meag.com

Marktanalyse

Aktien

Positive Einschätzung risikobehafteter Anlagen.

Wir halten an unserer positiven Einschätzung risikobehafteter Anlagen fest, da der globale Aufschwung an Fahrt gewinnt. Der Bloomberg Consensus erwartet für 2021 ein BIP-Wachstum von 5,8 % (2020: –3,5 %; 2019: +3 %) – getrieben durch die gigantischen fiskalischen Stimuli in den USA (Consensus: +6,2 %) und gestützt durch das robuste Wachstum in China (8,5 %). Im Euroraum nähren die Impffortschritte die Hoffnung auf eine Normalisierung der Wirtschaft, die nach der „double dip“-Rezession zum Jahreswechsel das laufende Jahr voraussichtlich mit einem BIP-Plus von rund 4 % abschließen dürfte. Der aggregierte Einkaufsmanagerindex für April (53,7 gegenüber 53,2 im März) zeugt von der sich EWU-weit verbessernden Makrodynamik, wobei der Dienstleistungssektor zum ersten Mal seit acht Monaten wieder (knapp) über der kritischen Schwelle von 50 liegt (50,3 gegenüber 49,6 im März) und sich das verarbeitende Gewerbe in guter Verfassung präsentiert – insbesondere in Deutschland (63,3 Indexpunkte), wo neue Aufträge und Produktion steil nach oben zeigen. Und es gibt, wie von der OECD und dem IWF angemahnt, immer noch fiskalpolitischen Nachholbedarf. Schließlich dürfte das BIP-Niveau von vor der Corona-Krise erst Ende 2022 erreicht werden. Folglich erwarten wir, dass sich die zyklische Belebung fortsetzt und dabei die „Value“-Sektoren gut unterstützt bleiben.

Europäische Aktien sehen wir weiterhin übergewichtet.

Wir halten an unserer Übergewichtung von europäischen Aktien fest, wo diese Sektoren hohe Gewichte haben. Gleichzeitig lieferte die Berichtssaison für das abgelaufene Quartal sowohl in den USA als auch in Europa positive Überraschungen. Dies ist von entscheidender Bedeutung, da die Aktienbewertungen relativ angespannt, Aktien also verhältnismäßig „teuer“ sind.

Auch Aktien der Schwellenländer sind übergewichtet.

Des Weiteren werden Aktien aus den Schwellenländern übergewichtet. Wir bevorzugen China und generell asiatische Länder, in denen die Wachstumsraten jenseits kurzfristiger Ausschläge höher sind. Eine ausgeprägte Länder- und Sektorenselektion wird aber dringend empfohlen. Das Wiederaufleben von Corona in Brasilien und Indien gibt Anlass zur Sorge.

Aktienrisikoprämien sind überzeugend.

Auf historischer Basis sind die Aktienrisikoprämien, d. h. die Differenz zwischen der Rendite von Aktien und der Rendite von Unternehmens- und Staatsanleihen, immer noch überzeugend genug (bei allerdings deutlich unterschiedlichem Risikogehalt), um unsere strategisch positive Haltung zu Aktien gegenüber Unternehmens- und Staatsanleihen zu rechtfertigen.

Anleihen

Vorsichtige Haltung gegenüber Anleihen.

Wir bekräftigen unsere vorsichtige Haltung gegenüber Anleihen weltweit. Die Geldpolitik der EZB bleibt äußerst expansiv, aber die Bewertungen der Kernländer-Staatsanleihen sind weiterhin uninteressant. Bei europäischen Staatsanleihen, die in der Anlagestrategie untergewichtet werden, bevorzugen wir jene der Peripherieländer, die von der EZB und dem EU-Wiederaufbaufonds unterstützt werden. Wir präferieren gleichzeitig eine kurze Duration und erhöhen selektiv die Positionierung bei inflationsgeschützten Anleihen. Dies könnte sich als hilfreich erweisen, um mit dem Basisszenario eines vorübergehenden und moderaten Anstiegs der Inflation umzugehen.

Topgeratete Unternehmensanleihen sind übergewichtet.

Topgeratete Unternehmensanleihen werden durch die Käufe der EZB immer noch gut unterstützt, weshalb diese übergewichtet werden. Ihr eingedampfter Renditevorteil macht sie jedoch anfällig für steigende Zinsen.

Schwellenländer-Anleihen sehen wir positiv.

Auf der Suche nach Rendite eröffnen sich Kaufgelegenheiten bei Schwellenländer-Anleihen, die weiterhin übergewichtet werden. Die höheren Ertragschancen sollten die Währungsrisiken von Schwellenländer-Anleihen kompensieren können. Höhere langfristige US-Renditen und ein stärkerer US-Dollar haben uns aber defensiver und selektiver werden lassen.

Hochzinsanleihen weiterhin nicht berücksichtigt.

Unter den risikobehafteten Anlageklassen bevorzugen wir derzeit Aktien, da die mangelnde Marktliquidität bei Hochzinsanleihen („high yield“) weiterhin ein Problem darstellt. Aus diesem Grund werden Hochzinsanleihen derzeit nicht in der Anlagestrategie berücksichtigt.

Aktien

Konjunkturerholung sowie Finanz- und Geldpolitik sprechen für Aktien.

Ein erwartetes stärkeres Wirtschaftswachstum unterstützt unsere Präferenz für Aktien. Aktien scheinen nicht nur durch das Niedrigzinsszenario unterstützt zu sein, sondern profitieren auch von den starken finanzpolitischen Engagements der Regierungen, insbesondere in den USA. Dort wird nach der Verabschiedung des Rettungsplans bereits über ein zusätzliches Programm in Höhe von 2,3 Billionen US-Dollar verhandelt. Der Fokus liegt auf Infrastrukturinvestitionen, sauberer Energie und Bildung. Auch wenn die Ausgaben sich auf mehrere Jahre verteilen und sie teilweise durch eine Erhöhung der Unternehmenssteuern finanziert werden, sollten sie ihre Wachstumswirkungen entfalten können. Und in Europa geht nach dem „Next Generation EU“-Programm zumindest die Diskussion in Richtung einer gemeinsamen EU-Fiskalpolitik.

Die Kombination aus diesen massiven finanzpolitischen Maßnahmen, der weiterhin lockeren Geldpolitik und einer kräftigen weltweiten Konjunkturerholung (alimentiert durch die anlaufende Massenimpfung) stützt Aktien – trotz der anhaltenden großen Unsicherheit über den weiteren Verlauf von Corona, besonders in Europa (dritte Welle/hochinfektiöse Mutationen).

Europäische Aktien sehen wir übergewichtet.

Europäische Aktien werden in der Anlagestrategie weiterhin übergewichtet, auch wenn diese Anlageklasse kurzfristig durch die dritte Corona-Welle belastet wird. Die Geld- und Fiskalpolitik (u. a. EU-Wiederaufbaufonds) bleibt jedoch stark expansiv. Interessant sind sie auch wegen der Dividendenrenditen, die deutlich über den Renditen von Staats- und Unternehmensanleihen liegen.

Schwellenländer-Aktien haben Potenzial.

Schwellenländer-Aktien bieten ebenfalls gutes Ertragspotenzial und werden übergewichtet. Die wirtschaftliche Erholung (in China ist das Vor-Corona-BIP-Niveau längst schon wieder überschritten) schreitet voran, Corona ist zumindest in den asiatischen Schwellenländern unter Kontrolle. Das begünstigt den Aufholprozess gegenüber der entwickelten Welt. Wir bevorzugen daher Asien als Region. Es gilt jedoch, die Länder und Sektoren sorgfältig zu selektieren.

Nordamerikanische Aktien bieten geringeres Potenzial.

Ein geringeres Kurspotenzial sehen wir bei nordamerikanischen Aktien. Die verbesserten Wachstumsaussichten aufgrund der gestiegenen Chancen für eine weitgehende Umsetzung der expansiven Finanzpolitik Bidens stützen den Markt ebenso wie die Impferfolge. Die hohe Bewertung gegenüber zum Beispiel europäischen Aktien dürfte jedoch die Ertragschancen begrenzen.

Anleihen

Wir präferieren kurze Laufzeiten und inflationsgebundene Anleihen.

Globale Anleihen werden durch die expansiven geldpolitischen Maßnahmen der Zentralbanken gestützt. Allerdings sind die Bewertungen, insbesondere von Staatsanleihen der entwickelten Länder, uninteressant. Bei europäischen Staatsanleihen, die untergewichtet werden, präferieren wir daher gleichzeitig eine kurze Duration und eine Positionierung in inflationsgebundenen Anleihen. Dies könnte sich als hilfreich erweisen, um mit dem Basisszenario eines vorübergehenden und moderaten Anstiegs der Inflation umzugehen.

Topgeratete Euro-Unternehmensanleihen sind durch die Käufe der EZB immer noch gut unterstützt und werden in der Anlagestrategie weiterhin übergewichtet. Der mittlerweile zusammengeschmolzene Renditeaufschlag macht diese Anlageklasse jedoch anfälliger für steigende Zinsen.

Bei Schwellenländeranleihen sind wir zuversichtlich.

Darüber hinaus bleiben wir zuversichtlich im Hinblick auf Engagements in Schwellenländeranleihen, durch die überdurchschnittliche Anleiherenditen erzielt werden können. Die höheren Ertragschancen sollten die Währungsrisiken von Schwellenländer-Anleihen kompensieren können. Das ermöglicht die Umsetzung von sogenannten „Carry-Trades“ (Zinsdifferenzgeschäften) und eröffnet Kaufgelegenheiten auf der Suche nach Rendite. Höhere langfristige US-Renditen und ein stärkerer US-Dollar könnten jedoch die Entwicklung von Schwellenländeranleihen belasten.

Hochzinsanleihen weiterhin nicht berücksichtigt.

Unter den risikobehafteten Anlageklassen bevorzugen wir derzeit Aktien, da die mangelnde Marktliquidität bei Hochzinsanleihen („high yield“) weiterhin ein Problem darstellt. Aus diesem Grund werden Hochzinsanleihen derzeit nicht in der Anlagestrategie berücksichtigt.

Aktien

Umfeld unterstützt risikobehaftete Anlagen.

Das (welt)wirtschaftliche Umfeld unterstützt generell risikobehaftete Anlagen. Allerdings scheint kurzfristig Vorsicht geboten, vor allem angesichts der Gefahr des Wiederauflebens der Corona-Pandemie, der Verzögerungen bei den Impfkampagnen in Europa sowie der Befürchtungen einer höheren Inflation insbesondere in den USA. Unterstützung kommt nach wie vor von der weltweit außerordentlich lockeren Geldpolitik. Dies wird auch noch länger so bleiben. Die Bilanzen der US-Notenbank Fed, der Europäischen Zentralbank und der Bank of Japan sind regelrecht angeschwollen. Die Kombination aus massiven finanz- und geldpolitischen Maßnahmen und der Hoffnung auf eine weltweite Konjunkturerholung ab dem zweiten Quartal 2021 (alimentiert durch die anlaufende Massenimpfung) stützt Aktien – trotz der anhaltenden hohen Unsicherheit in Hinblick auf den weiteren Verlauf von Corona besonders in Europa (Stichwort dritte Welle bzw. hochinfektiöse Mutationen).

Wir sehen Aktien weiterhin übergewichtet.

Obwohl europäische Aktien durch die zweite Corona-Welle belastet werden, wird die Übergewichtung fortgeführt, da die Geld- und Fiskalpolitik (u. a. EU-Wiederaufbaufonds) stark expansiv bleibt. Interessant sind sie auch wegen der Dividendenrenditen, die deutlich über den Renditen von Staats- und Unternehmensanleihen liegen.

In den Schwellenländern bevorzugen wir Asien.

Die V-förmige Erholung in China (das Vor-Corona-BIP-Niveau ist längst schon wieder überschritten) und die Hoffnung auf eine Deeskalation des Handelskonflikts zwischen den USA und China mit der neuen Biden-Administration könnten einen Aufholprozess von Schwellenländer-Aktien gegenüber der entwickelten Welt begünstigen. Aus diesem Grund werden Schwellenländer-Aktien weiterhin übergewichtet, wobei wir Asien als Region bevorzugen. Es gilt jedoch, die Länder und Sektoren in dieser Region sorgfältig zu selektieren.

Anleihen

Globale Anleihen werden durch Geldpolitik gestützt.

Globale Anleihen werden durch die expansiven geldpolitischen Maßnahmen der Zentralbanken gestützt. Allerdings sind die Bewertungen, insbesondere von Staatsanleihen der entwickelten Länder, uninteressant.

Europäische Investment-Grade-Unternehmensanleihen weiterhin übergewichtet.

Europäische Investment-Grade-Unternehmensanleihen werden durch die Käufe der EZB – sowohl über das gängige Anleihenkaufprogramm CSPP (Corporate Sector Purchase Programme) als auch über das Pandemiekaufprogramm PEPP (Pandemic Emergency Purchase Programme) – sowie die sogenannten Carry-Trades (Zinsdifferenzgeschäfte) gut unterstützt. Aus diesen Gründen wird dieses Anlagesegment in der Anlagestrategie übergewichtet.

Hochzinsanleihen weiterhin nicht berücksichtigt.

Unter den risikobehafteten Anlageklassen bevorzugen wir derzeit Aktien, da die mangelnde Marktliquidität bei Hochzinsanleihen („high yield“) weiterhin ein Problem darstellt. Aus diesem Grund werden Hochzinsanleihen derzeit nicht in der Anlagestrategie berücksichtigt.

Selektive Kaufgelegenheiten bei Schwellenländeranleihen.

Die Suche nach Renditen angesichts des längerfristig niedrigeren Zinsumfelds sowie eines schwächer werdenden US-Dollars bieten selektive Kaufgelegenheiten, insbesondere im Hinblick auf Schwellenländeranleihen in Lokalwährung. Aufgrund der weiterhin überdurchschnittlichen Rendite gegenüber Anleihen der entwickelten Märkte wird dieses Anlagesegment übergewichtet. Die höheren Ertragschancen sollten die Währungsrisiken von Schwellenländeranleihen kompensieren können.

Aktien

Hoffnung stützt Aktien.

Die Kombination aus massiven finanz- und geldpolitischen Maßnahmen und der Hoffnung auf eine weltweite Erholung ab dem zweiten Quartal 2021 (alimentiert durch die anlaufende Massenimpfung), stützt Aktien – trotz der anhaltenden hohen Unsicherheit bezüglich des weiteren Verlaufs von Corona in Europa (zweite/dritte Welle, hochinfektiöse Mutationen). Unter den jüngsten Entwicklungen sticht insbesondere die „blaue Welle“ in den USA heraus. Mit der Kontrolle der Demokraten auch über den Senat sind die Chancen für rasche zusätzliche Konjunkturprogramme in Höhe von bis zu 1,9 Billionen Dollar (9 % des US-Bruttoinlandsprodukts) gestiegen.

Die jüngsten Ereignisse unterstützen unser globales (Reflationierungs-)Basisszenario und die Präferenz für Aktien gegenüber Anleihen. Als Folge von anhaltenden Unterstützungen der Wirtschaft durch geld- und fiskalpolitische Maßnahmen soll eine Deflation (Preisrückgang für Güter und Dienstleistungen) verhindert werden.

Weiterhin Aktien der Schwellenländer sowie europäische Aktien bevorzugt.

Dementsprechend bevorzugen wir im Aktienportfolio derzeit Segmente, die von der Erholung profitieren („recovery plays“), wie Aktien der Schwellenländer (Emerging Markets) sowie europäische Aktien. Letztere werden kurzfristig durch die zweite Corona-Welle belastet, die Geld- und Fiskalpolitik (u. a. Wiederaufbaufonds) bleibt jedoch äußerst expansiv. Interessant sind solche Akten auch wegen der Dividendenrenditen, die aktuell deutlich über den Renditen von Staats- und Unternehmensanleihen liegen. Die V-förmige Erholung in China (das Vor-Corona-BIP-Niveau ist längst schon wieder überschritten) und die Hoffnung auf eine Deeskalation des Handelskonflikts zwischen den USA und China mit der neuen Biden-Administration könnten einen Aufholprozess von Schwellenländeraktien gegenüber Aktien der „entwickelten Welt“ begünstigen.

Anleihen

Bewertungen der Anleihen derzeit unattraktiv.

Globale Anleihen werden durch die expansiven geldpolitischen Maßnahmen der Zentralbanken gestützt. Allerdings sind die Bewertungen, insbesondere von Staatsanleihen der entwickelten Länder, uninteressant. Die Geldpolitik der EZB bleibt hyperexpansiv, aber die Bewertungen von Euro-Staatsanleihen sind derzeit unattraktiv.

Europäische Investment-Grade-Unternehmensanleihen übergewichtet.

Europäische Investment-Grade-Unternehmensanleihen werden durch die Käufe der EZB – sowohl über das gängige Anleihenkaufprogramm CSPP (Corporate Sector Purchase Programme) als auch über das Pandemiekaufprogramm PEPP (Pandemic Emergency Purchase Programme) – sowie die sogenannten Carry-Trades (Zinsdifferenzgeschäfte) gut unterstützt. Aus diesen Gründen wird dieses Anlagesegment in der Anlagestrategie übergewichtet.

Hochzinsanleihen derzeit nicht berücksichtigt.

Unter den risikobehafteten Anlageklassen präferieren wir derzeit Aktien, da die mangelnde Marktliquidität bei Hochzinsanleihen („high yield“) weiterhin ein Problem darstellt. Aus diesen Gründen werden Hochzinsanleihen in der aktuellen Anlagestrategie nicht berücksichtigt.

Wir setzen auf Schwellenländer-Anleihen in lokaler Währung.

Wir nutzen Carry-Trade-Strategien (Zinsdifferenzgeschäfte), indem wir uns auf Schwellenländer-Anleihen in lokalen Währungen konzentrieren. Obwohl in letzter Zeit durch steigende US-Anleiherenditen beeinträchtigt, bieten sie weiterhin überdurchschnittliche Renditen gegenüber Anleihen der entwickelten Märkte, eine gute Diversifizierung zwischen den Ländern und sich verbessernde Zuflüsse. Zudem dürften sie aufgrund der expansiven Geldpolitik der Fed und des Zwillingsdefizits der USA von einem schwachen US-Dollar profitieren. Die höheren Ertragschancen sollten die Währungsrisiken von Schwellenländer-Anleihen kompensieren können.

Aktien

Hoffnung auf Erholung ab dem zweiten Quartal.

Die Kombination aus massiven finanz- und geldpolitischen Maßnahmen und der Hoffnung auf eine weltweite Erholung ab dem zweiten Quartal 2021 (angetrieben durch die Einführung wirksamer Impfstoffe) stützt Aktien – trotz der hohen Unsicherheit aufgrund der aktuellen Corona-Welle in Europa und den USA. Vor diesem Hintergrund bleiben Aktien in der Anlagestrategie weiterhin übergewichtet.

Europa und Schwellenländer im Fokus.

In der Anlagestrategie werden europäische Aktien und jene aus den Schwellenländern übergewichtet. Kurzfristig werden europäische Aktien durch die zweite Corona-Welle belastet. Die Geld- und Fiskalpolitik (u. a. Wiederaufbaufonds) ist jedoch äußerst expansiv. Interessant sind die Dividendenrenditen, die deutlich über den Renditen von Staats- und Unternehmensanleihen liegen. Die V-förmige Erholung in China (das Vor-Corona-BIP-Niveau ist längst schon wieder überschritten) und die Hoffnung auf eine Deeskalation des Handelskonflikts zwischen den USA und China mit der Wahl Bidens könnten einen Aufholprozess von Schwellenländeraktien gegenüber Aktien der entwickelten Welt begünstigen. Wir bevorzugen Asien als Region. Es gilt jedoch, die Länder und Sektoren in dieser Region sorgfältig zu selektieren.

Enge Grenzen bei US-Aktien.

Bei US-Aktien verbessert sich die Ertragslage. Allerdings dürften das schlechte Pandemie-Management und die mögliche fiskalische Klippe der Aufwärtsentwicklung enge Grenzen setzen.

Anleihen

Bewertungen der Anleihen derzeit nicht interessant.

Anleihen werden generell durch die stark expansiven geldpolitischen Maßnahmen der Zentralbanken unterstützt. Allerdings sind die Bewertungen, insbesondere von Anleihen der entwickelten Welt, nicht interessant. Anleihen mit sehr niedriger oder sogar negativer Verzinsung sind zu einer großen Herausforderung für Anleger geworden, die in Rentenpapiere investieren. Der Umfang von Anleihen mit negativer Verzinsung ist weltweit auf 16,5 Billionen US-Dollar gestiegen und macht rund ein Viertel des globalen Anleihenmarktes aus. Im Universum der Staatsanleihen ist der Anteil sogar auf über 35 % angestiegen. Niedrigere Zinsen erklären sich durch die niedrigen, zeitweise sogar negativen Inflationsraten. Staatsanleihen aus der Eurozone werden aufgrund dieses Umfelds untergewichtet, da die Bewertung derzeit nicht attraktiv ist, obwohl diese Papiere von der hyperexpansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank unterstützt werden.

Europäische Unternehmensanleihen gut unterstützt.

Europäische Investment-Grade-Unternehmensanleihen werden durch die Käufe der EZB – sowohl über das gängige Anleihenkaufprogramm CSPP (Corporate Sector Purchase Programme) als auch über das Pandemiekaufprogramm (PEPP) – sowie die sogenannten Carry-Trades (Zinsdifferenzgeschäfte) gut unterstützt. Zuletzt hat die EZB eine weitere Aufstockung des PEPP um über ein Drittel bekannt gegeben. Aus diesen Gründen wird dieses Anlagesegment in der Anlagestrategie übergewichtet.

Steigende Ausfallraten bei Hochzinsanleihen nicht berücksichtigt.

Hochzinsanleihen werden derzeit nicht berücksichtigt, da steigende Ausfallraten bedingt durch die Pandemie noch nicht vollständig in den aktuellen Bewertungen berücksichtigt zu sein scheinen. Der Mangel an Marktliquidität bleibt ebenfalls ein Problem.

Schwellenländer übergewichtet.

Schwellenländeranleihen in Lokalwährung werden übergewichtet, da die Suche nach Rendite angesichts des längerfristig niedrigeren Zinsumfelds sowie eines schwächer werdenden US-Dollars ein solches Investment attraktiv erscheinen lässt. Die höheren Ertragschancen sollten die Währungsrisiken kompensieren können.

Aktien

Strategischer Fokus auf Aktien.

Das Szenario extrem niedriger Zinssätze über einen sehr langen Zeitraum hinweg („lower forever“) in Verbindung mit den beispiellosen fiskalischen und geldpolitischen Stimuli vor dem Hintergrund der anhaltenden Corona-Pandemie veranlasst uns, eine strategische Portfoliopositionierung zu verfolgen, die sich zunehmend auf Aktien fokussiert.

US-Wahlausgang stimmt positiv.

Darüber hinaus scheinen Investoren den Wahlausgang mit einem gespaltenen US-Kongress (Senat republikanisch, Repräsentantenhaus demokratisch) zu goutieren. Er schränkt die Spielräume für die Umsetzung der „weitreichenden“ Teile von Bidens Wirtschaftsplänen erheblich ein. Das gilt neben der angedachten Regulierung des Technologiesektors vor allem für die geplante spürbare Anhebung der Unternehmenssteuern.

Chance auf Abebben der Pandemie im zweiten Quartal.

Zudem haben die jüngsten Nachrichten über eine baldige Zulassung von Corona-Impfstoffen die Wahrscheinlichkeit eines Abebbens der Pandemie ab dem zweiten Quartal nächsten Jahres spürbar steigen lassen. Das beruhigt die Investoren und legt den Grundstein für eine Erholung der von der Krise am stärksten betroffenen Unternehmen sowie eine taktische Rotation hin zu den werthaltigen („value“) und zyklischen Sektoren.

Aktien sind nun übergewichtet.

Aus diesem Grund haben wir beschlossen, die Aktiengewichtung durch den Zukauf von europäischen Aktien und deren Pendants aus den Schwellenländern von neutral auf übergewichtet hochzustufen.

Trotz der zweiten Corona-Welle und der Aussicht auf einen harten Winter bleiben wir in europäischen Aktien übergewichtet. Wir rechnen mit einer Aufstockung des Pandemie-Notkaufprogramms (PEPP) der EZB um 500 Milliarden Euro noch im Dezember, einer Verlängerung der derzeit günstigen Bedingungen der gezielten Langfristtender (TLTRO III) sowie – auch hier – einer Fortsetzung des Aufholprozesses der Value- und zyklischen Sektoren. Darüber hinaus wird erwartet, dass die Versorgungs- und Digitalsektoren in Europa durch den Konjunkturfonds einen Aufschwung erfahren werden.

Aktien der asiatischen Länder dominieren das Segment der Schwellenländer. Unserer Meinung nach sollten sie von den nachlassenden Handelsspannungen nach der Wahl Bidens profitieren. Auch ein besseres Corona-Management der neuen US-Administration sollte dazu beitragen. In China sehen wir eine V-förmige Erholung der Wirtschaft, die die Corona-Scharte längst wieder ausgemerzt hat – nicht nur im verarbeitenden Gewerbe. Darüber hinaus gelten die Aktienmärkte der Region trotz des stärkeren Wachstums noch immer als fundamental unterbewertet.

Anleihen

Bewertung von Anleihen nicht interessant.

Anleihen werden generell durch expansive geldpolitische Maßnahmen der Zentralbanken unterstützt. Allerdings sind die Bewertungen, insbesondere die der entwickelten Welt, alles andere als attraktiv. Die Geldpolitik der EZB bleibt hyperexpansiv, aber die Bewertungen von Staatsanleihen der Eurozone sind derzeit nicht interessant, weshalb diese in der Anlagestrategie stark untergewichtet werden.

Europäische Investment-Grade-Unternehmensanleihen übergewichtet.

Europäische Investment-Grade-Unternehmensanleihen werden durch die Käufe der EZB – sowohl über das gängige Anleihenkaufprogramm CSPP (Corporate Sector Purchase Programme) als auch über das Pandemiekaufprogramm (PEPP) – sowie die sogenannten Carry-Trades (Zinsdifferenzgeschäfte) gut unterstützt. Wir erwarten bis zum Jahresende eine weitere Aufstockung des PEPP. Aufgrund dieser Faktoren bleibt die starke Übergewichtung in diesem Anleihensegment bestehen. Hochzinsanleihen von Unternehmen stehen wir weiterhin skeptisch gegenüber. Wir ziehen es vor, unsere Präferenz für risikobehaftete Anlagen vorerst auf die Aktienseite zu konzentrieren.

Konzentration auf Schwellenländer-Anleihen in Lokalwährungen.

Darüber hinaus setzen wir unsere Carry-Trade-Strategien (Zinsdifferenzgeschäfte) weiter fort, indem wir die Positionierung auf Schwellenländer-Anleihen in Lokalwährungen beibehalten. Sie bieten aktuell höhere Renditen als ihre Industrieländer-Pendants sowie eine gute Diversifizierung zwischen den Ländern und profitieren von steigenden Mittelzuflüssen. Darüber hinaus greift ihnen wohl die noch weitergehende Dollarabwertung unter die Arme, was auf die hyperexpansive Geldpolitik der Fed und die steigenden Zwillingsdefizite der USA zurückzuführen ist.

Aktien

Zweite Welle und Impfstoff-Hoffnung.

Die zweite Corona-Welle hat die Welt weiter fest im Griff. Wenngleich in einigen Ländern Europas bereits erste Erfolge durch eingeführte Lockdown-Maßnahmen erzielt werden konnten, steigen in anderen Ländern trotz solcher Maßnahmen – wie zum Beispiel in Österreich, Italien und Deutschland – die täglich gemeldeten Neuinfektionen noch immer stark an. Auch in den USA erreichten die Infektionszahlen neue Höchstwerte.

Die Meldung über Erfolge bei der Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs durch das deutsche Biotechnologie-Unternehmen Biontech gemeinsam mit dem Pharmakonzern Pfizer kam dann auch zur rechten Zeit. Der Impfstoff weist laut einer großen klinischen Studie eine Wirksamkeit von 90 % aus und könnte noch bis Jahresende eine Zulassung in Europa bzw. in den USA erhalten. Die Aktienmärkte reagierten auf diese Meldung euphorisch, und es konnten besonders jene Unternehmen stark profitieren, die von der Covid-Krise am meisten betroffen waren.

Positive Marktreaktionen auf US-Wahlergebnis.

Neben der Corona-Pandemie war das bestimmende Thema des letzten Monats die Wahl zum US-Präsidenten. Erst nach mehreren Tagen wurde von einigen US-Medien Joe Biden zum Gewinner der Wahl erklärt. Ein offizielles Endergebnis lässt jedoch weiter auf sich warten, da der amtierende Präsident Donald Trump das Wahlergebnis nicht anerkennt. In einigen Staaten müssen daher die Stimmen nochmals ausgezählt werden, bis ein endgültiges Ergebnis vorliegt. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels konnte Joe Biden laut Associated Press insgesamt 290 Wahlmännerstimmen für sich gewinnen, Donald Trump insgesamt 217. Die Aktienmärkte reagierten trotz der bestehenden Unsicherheit über den Ausgang der Wahl insgesamt positiv. Ein demokratischer Präsident Joe Biden wird zwar aller Voraussicht nach einige Steuervergünstigungen für Unternehmen rückgängig machen, die Marktteilnehmer gehen insgesamt jedoch von wenigen negativen Auswirkungen für die Unternehmen aus, zumal der Senat wahrscheinlich in republikanischer Hand bleiben wird.

Wir präferieren weiterhin europäische Aktien.

Was die regionale Allokation betrifft, präferieren wir weiterhin europäische Aktien gegenüber US-Aktien. Europäische Unternehmenswerte weisen eine günstigere Bewertung auf und sind einer geringeren politischen Unsicherheit ausgesetzt. Die weltwirtschaftliche Erholung, eine mögliche US-Dollar-Schwäche und die Hoffnung auf nachlassende Handelsspannungen zwischen den USA und China unter einem neuen US-Präsidenten Joe Biden könnten einen Aufholprozess von Schwellenländeraktien gegenüber den entwickelten Märkten begünstigen.

Anleihen

Leitzinsen unverändert.

In der letzten Sitzung der Europäischen Zentralbank am 29. Oktober wurde wie erwartet keine Änderung der Leitzinsen vorgenommen. Interessant war jedoch der Ausblick auf die nächste Sitzung Anfang Dezember, für die weitreichende expansive geldpolitische Maßnahmen in Aussicht gestellt wurden. Konkrete Maßnahmen wurden nicht genannt, es wird jedoch vermutlich an mehreren Schrauben gedreht werden. Mit ziemlicher Sicherheit wird das bestehende Pandemic Purchase Programme (das Anleihenkaufprogramm, das zur Bekämpfung der negativen wirtschaftlichen Aussichten der Covid-Pandemie im März eingeführt wurde) weiter ausgeweitet werden. Zusätzlich sollen den Banken weitere günstige Finanzierungen in Form der TLTRO (Langfristtender) angeboten werden. Eine Senkung des Einlagenzinssatzes wäre ebenfalls möglich, ist wegen seiner negativen Auswirkungen für die Banken aber weniger wahrscheinlich.

Staatsanleihen sehr teuer.

Die Geldpolitik der EZB bleibt weiter hyperexpansiv, und die Bewertung von Staatsanleihen der Euro-Kernländer sind dadurch sehr teuer geworden. Der Kampf gegen die Rezession wird die Staatsverschuldungen in der Eurozone weiter ansteigen lassen. Im Rahmen des SURE-Programms hat die Europäische Kommission Ende Oktober erstmals eigene Anleihen in Höhe von 17 Milliarden Euro begeben, die Nachfrage der Investoren war enorm. Mit diesen Anleihen soll der Arbeitsmarkt der Mitgliedsländer, zum Beispiel in Form von Kurzarbeitsprogrammen, unterstützt werden. Weitere Emissionen in Höhe von insgesamt 100 Milliarden Euro sind in der nächsten Zeit geplant.

Renditeniveaus weiterhin sehr tief.

Die Renditen der Kernländer haben gemessen an den deutschen 10-jährigen Staatsanleihen mit –0,66 % den niedrigsten Stand seit März 2020 erreicht. Die positiven Nachrichten bezüglich der baldigen Verfügbarkeit eines wirksamen Impfstoffs gegen das Corona-Virus ließ die Renditen jedoch wieder verhältnismäßig stark auf –0,46 % ansteigen. Wir gehen aber davon aus, dass dieser Anstieg nicht nachhaltig sein wird. Die angekündigten expansiven Maßnahmen der EZB werden das Renditeniveau weiterhin sehr tief halten.

Schwellenländer im Fokus.

Anzeichen für eine weltweite wirtschaftliche Erholung, die in China schon weit fortgeschritten ist, die Suche nach Rendite angesichts eines längerfristig niedrigeren Zinsumfelds, die Erwartung eines schwächer werdenden US-Dollars und die Stabilisierung der Ölpreise unterstreichen weiterhin unsere Veranlagung in Schwellenländeranleihen.


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